Backtradition in der vierten Generation

In der Schloßstraße 16 (links) begann die Geschichte der Bäckerei Jung, die 1919 aus Platzgründen in die Schloßstrasse 12 umzog (rechts).

1898

heiraten im März Margarethe Kölsch und Heinrich Jung. Wie es der Zufall will; er ein gelernter Bäcker, sie eine Bäckertochter. Ihr Vater Peter Kölsch betreibt seit 1852 in Simmern in der Koblenzer Straße eine eigene Bäckerei.

1898

kommt Ende Dezember das erste Kind von Heinrich und Margarethe auf die Welt, das ebenfalls auf den Namen Heinrich getauft wird. Ihm folgen innerhalb von sieben Jahren die Geschwister Katharina, Hermann, Emma und Maria.

1919

zieht die Bäckerei Jung von der Schlossstraße 16 in die Schlossstraße 12 um, die mehr Platz bietet und noch heute das Café beherbergt.

1931

heiratet Heinrich II. Margarethe Menk und übernimmt im selben Jahr den Betrieb.

1936

wird der erste Sohn von Margarethe und Heinrich II. geboren, der heutige Seniorchef Heiner; seine Schwester Hedda ist damals vier Jahre alt.

1954

gibt die Familie endgültig die Landwirtschaft auf - im freigewordenen Stall entsteht auf rund 100 m² die erste "richtige", vom Laden getrennte Backstube.

1959

tritt Heiner als Teilhaber in den väterlichen Betrieb ein und gibt neue Impulse. Die Familie eröffnet ihr erstes Cafe, es hat 25 Sitzplätze, und gestaltet die Fassade des Hauses um.

1959

heiratet Heiner Inge Schlaupitz, die Ihm drei Kinder schenkt: Martina (1960), Anette (1963) und Heinrich (1967), den heutigen Juniorchef, der wie sein Vater Heiner gerufen wird.

1969

übernimmt Heiner senior den Betrieb und wagt abermals eine einschneidende Veränderung: Er baut das Haus in der Schlossstraße 12 von Grund auf um und nutzt es komplett fürs Geschäft. Das Cafe wächst auf 150 Sitzplätze an, Laden und Backstube werden deutlich größer, und technische Neuerungen wie das Mehlsilo halten Einzug. Die Bäckerei hat jetzt 15 Angestellte und, neben dem Inhaber, einen weiteren Meister. Bis zu 3.000 Brötchen pro Stunde können gebacken werden.

1979

entscheidet man sich, das Platzproblem in der Schlossstraße durch eine Verlagerung der "Backstube" ins Gewerbegebiet von Simmern zu lösen: Die Bäckerei Jung eröffnet eine 1.200 m² große Produktionsstätte mit Ladengeschäft und einer Kapazität von bis zu 12.000 Brötchen pro Stunde.

1980

nimmt der Backshop Jung im Globus Markt den Betrieb auf.

1989

zieht der Backshop in die Ladenzeile des Marktes um und bekommt seine eigene Bäckerei, wo täglich zwischen 6.500 und 15.000 Brötchen gebacken werden.

1992

modernisiert und vergrößert die Familie Laden und Stehcafé im Industriegebiet.

1994

greift mit Heiner junior die 4. Generation ins Geschehen ein: Der Bäckermeister und Betriebswirt des Handwerks wird Kommanditist der neugegründeten "Heinrich Jung KG".

1996

können die Hunsrücker auch sonntags frische Jung-Brötchen kaufen: Die Bäckerei ist von Anfang an beim Sonntagsverkauf dabei. Im selben Jahr eröffnet der "BäckSnäck" am Schlossplatz, wo schnelle Snacks von belegten Brötchen bis zum Nudelauflauf angeboten werden.

1997

folgt der vorläufig letzte "Familiencoup". Heiner und seine Frau Marion, geb. Meiser, bekommen Zwillinge. Mit Carolin und Alexander ist die 5. Generation gesichert.

Oktober 2001

Totalumbau/Neugestaltung des Stammhauses mit Café in der Schlossstraße 12 in Simmern.

April 2002

Eröffnung des BäckSnäck im Terminal 1 des Flughafen Hahn.

Juni 2003

Eröffnung eines weiteren BäckSnäck im neuen Terminal 2 des Flughafen Hahn.

2003

Eröffnung des Schloss-Cafés, eines Pavillons auf dem Schlossplatz in Simmern.

2004

Eröffnung eines BäckSnäck im Abflugbereich des Terminal 2 auf dem Flughafen Hahn.

2007

Eröffnung eines BäckSnäck im Abflugbereich des Terminal 1 auf dem Flughafen Hahn.

"Wo eine Chance besteht, etwas mit Erfolg zu unternehmen, bin ich dabei."

Abschließende Worte von Heinrich Jung, Vater des heutigen Inhabers Heiner Jung, zum 100-jährigen Bestehen der Bäckerei Jung im Jahr 1998.

In seinen Worten spiegelt sich, was den Familienbetrieb nun schon seit Generationen prägt:

Unternehmertum mit Mut und Maß.

2009: 111 Jahre

Umbau der Filiale im Industriegebiet mit Sitz-Café und Außenterasse.

März 2010

Eröffnung des Cafés am Markt in Kastellaun.

September 2010

Eröffnung der Broterie am Schinderhannesturm in Simmern.

März 2011

Eröffnung einer Bäckerei, Konditorei mit Café im neuen Gesundheitszentrum Büchenbeuren.

Speisekarte

Kaffeekarte